„Was kostet eine Komplettsanierung pro Quadratmeter?“ ist die häufigste Frage, die wir bekommen — und die einzige ehrliche Antwort lautet: Das kommt darauf an. Nicht als Ausrede, sondern weil eine Komplettsanierung aus so vielen Einzelfaktoren besteht, dass eine pauschale Zahl entweder viel zu niedrig ist, um zu locken, oder viel zu hoch, um sich abzusichern.
Trotzdem lässt sich sehr wohl erklären, welche Faktoren die Kosten tatsächlich treiben — damit Sie eine realistische Erwartung entwickeln können, bevor Sie das erste Angebot in der Hand halten.
Warum es keine seriöse Pauschalzahl gibt
Zwei Wohnungen mit identischer Quadratmeterzahl können in der Sanierung um das Doppelte auseinanderliegen — je nach Zustand der Bausubstanz, Alter der Installationen und gewünschtem Ausstattungsniveau. Ein Anbieter, der Ihnen am Telefon eine Zahl nennt, ohne das Objekt gesehen zu haben, rät entweder oder kalkuliert bewusst niedrig, um den Auftrag zu bekommen — mit der Rechnung, die später steigt.
Die wichtigsten Kostentreiber
- Grundfläche und Grundriss — mehr Fläche und mehr Räume bedeuten mehr Aufwand in jedem Gewerk
- Zustand der Bausubstanz — Altbauten mit veralteter Elektrik oder Feuchtigkeitsschäden verursachen oft unsichtbaren Mehraufwand
- Umfang der beauftragten Gewerke — nur Boden und Wände ist etwas anderes als Elektrik, Sanitär, Trockenbau und Boden zusammen
- Gewünschte Ausstattungsstufe — Materialqualität und Verarbeitungsdetails wirken sich direkt auf den Preis aus
- Zugänglichkeit und Logistik — Etage, Parksituation und Anfahrt beeinflussen den Arbeitsaufwand
Drei Qualitätsstufen — eine Orientierung, kein Preis
Wir arbeiten mit drei Qualitätsstufen — Standard, Gehoben und Premium. Sie unterscheiden sich nicht in der handwerklichen Sorgfalt, sondern in Materialqualität und Gestaltungsaufwand. Nach der Besichtigung empfehlen wir Ihnen die Stufe, die zu Objekt, Budget und Nutzung passt — statt Ihnen automatisch die teuerste Variante vorzuschlagen.
Was eine seriöse Kalkulation stattdessen braucht
Ein belastbares Angebot entsteht in drei Schritten: ein kurzes Telefongespräch zur Grobeinordnung, ein Fragebogen zu Objekt und Wünschen, und eine persönliche Besichtigung vor Ort. Erst danach lässt sich seriös kalkulieren — und genau danach richten wir uns.
Diese Reihenfolge kostet Sie ein wenig mehr Zeit als ein Anruf mit sofortiger Zahl. Sie erspart Ihnen dafür eine Schlussrechnung, die nicht zum ursprünglichen Angebot passt.



